Der Zweckverband Wasserversorgung Unteres Inntal (ZWUI) baut derzeit ein neues Wasserwerk in Scheuereck (Markt Fürstenzell). Die Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten und können voraussichtlich bis November 2026 planmäßig abgeschlossen werden – das berichtete der Werkleiter des ZWUI Wolfgang Plinganser den beiden Landtagsabgeordneten Stefan Meyer (CSU) und Christian Lindinger (FREIE WÄHLER) bei einem Vor-Ort-Besuch.
Dass auch bereits im November 2026 die neue Wasserinfrastruktur in Betrieb gehen kann und die Haushalte im Marktgebiet Fürstenzell (einschließlich Bad Höhenstadt und Engertsham) mit modernster Technologie hochreines Trinkwasser beziehen können – das wäre fast durch praxisuntaugliche Vorschriften verhindert worden.
„Im November 2025 habe ich mich an den Abgeordneten Christian Lindinger mit einem eiligen Problem gewandt“, so Werkleiter Wolfgang Plinganser. Die rechtzeitige Förderung aus Mitteln des Umweltministeriums für die Verlegung einer Rohwasserleitung vom Brunnen Steindobl zum neuen Wasserwerk Scheuereck stand auf der Kippe. Zeitgleich hat das Ingenieurbüro Wagmann Kontakt mit MdL Stefan Meyer aufgenommen, um die Situation entsprechend zu schildern. Die bestehenden Förderrichtlinien hätten zur Folge gehabt, dass man das neue Wasserwerk in Scheuereck erst ein Jahr nach seiner Fertigstellung an den Brunnen Steindobl anschließen hätte können. „Es wäre den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar gewesen, das neue Wasserwerk mit modernster Trinkwasseraufbereitung ein Jahr lang ungenutzt stehen zu lassen“, so MdL Christian Lindinger, der selbst von 2014 bis 2020 Verbandsrat im ZWUI war. Die Lösung: Nach Kontaktaufnahme mit dem Umweltminister Thorsten Glauber (FREIE WÄHLER) initiierten die beiden Landtagsabgeordneten Stefan Meyer und Christian Lindinger gemeinsam eine Fraktionsinitiative mit dem Titel „Leitungserneuerung zur Inbetriebnahme des Wasserwerks Scheuereck“. Der Titel ist mit 100.000 Euro Fördersumme hinterlegt. „Über die Fraktionsinitiativen wollen wir uns für die Menschen im ländlichen Raum besonders einsetzen“, fügt MdL Stefan Meyer weiter an.
„Uns wurde unkompliziert geholfen, als die Bürokratie uns fast um ein ganzes Jahr ausbremst hätte“, so fasst der Werkleiter des Zweckverbandes Unteres Inntal, Wolfgang Plinganser, seinen Dank an die Landtagsabgeordneten Christian Lindinger und Stefan Meyer zusammen. Die gesamten Baukosten werden mit 40 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert. Dies komme den Bürgerinnen und Bürgern des Verbandsgebietes durch einen niedrigeren Wasserpreis zu Gute.
„Viele Hände haben nahtlos zusammengeholfen, damit wir mit dem neuen Wasserwerk eine besonders resiliente Wasserinfrastruktur termingerecht fertigstellen können“, lobte Verbandsvorsitzender des ZWUI Manfred Hammer alle Beteiligten und dankte ihnen.
Bildunterschrift: MdL Christian Lindinger (3.v.l.) und MdL Stefan Meyer (3.v.r.) besichtigen die Bauarbeiten der Rohrverlegung der Rohwasserleitung von Steindobl nach Scheuereck mit (v.l.) dem technischen Leiter ZWUI Christian Zettl, Werkleiter ZWUI Wolfgang Plinganser, Verbandsvorsitzender des ZWUI Manfred Hammer und Thorsten Little (Wagmann Ingenieure).
