Anfang der 50er Jahre hat sich der Sportverein Neukirchen am Inn gegründet. Erst etwa 25 Jahre später wurde der Rasenplatz eingeweiht und in den 80er Jahren das Vereinsheim gebaut – „alles immer in Eigenverantwortung und mit viel Eigeninitiative“, erinnert sich Ehrenvorstand Franz Hörner bei einem Besuch von MdL Stefan Meyer zurück.
Der CSU-Landtagsabgeordnete ist unmittelbar nach den Neuwahlen beim Verein aufgeschlagen, um sich über die Anlagen, aber vor allem auch die Arbeit im Verein zu informieren – mit dabei auch Bürgermeister Wolfgang Lindmeier und sein neu gewählter Nachfolger Mike Voggenreiter. „Unsere Vereine leisten viel und vor allem sehr wertvolle Arbeit in und für die Region. Dabei ist speziell das ehrenamtliche Engagement im sportlichen Bereich so viel mehr als Bewegung – Sport ist Prävention, Gesundheit und auch Integration“, so Meyer.
Gemeinsam mit der frisch wiedergewählten Vorsitzenden Nicole Krieg sowie mit weiteren Mitgliedern aus der Vorstandschaft hat er sich über die Möglichkeiten, die Größe, aber damit auch die Grenzen des Vereins ausgetauscht. „Wir haben baulich schon einiges gemacht, aber die Aufgaben gehen uns nicht aus. Um mit anderen Vereinen mithalten zu können, heißt für unsere Mitglieder auch attraktiv zu bleiben, müssen wir immer an uns arbeiten“, schildert die Vorsitzende und geht dabei unter anderem auf die anstehenden Sanierungsmaßnahmen des Kabinentraktes ein: Die sanitären Anlagen müssen dringend erneuert werden, auch die Umkleiden selbst sind nach über 50 Jahren sprichwörtlich und augenscheinlich in Jahre gekommen. Finanziell stößt der Verein dabei an seine Grenzen. „Noch bewegen wir uns im grünen Bereich, aber wenn wir die nächste große Maßnahme angehen wollen, geht es dem Vereinskonto an den Kragen und wir müssen definitiv einen Kredit aufnehmen“, so Nicole Krieg. Dabei wurde ein Förderantrag an den BLSV bereits bewilligt und Unterstützung zugesagt. Oft sei jedoch gerade die Vorfinanzierung und das lange Warten auf die Auszahlung von Fördersummen ein Problem für die Vereine. „Wir haben uns mittlerweile auch schon Unterstützung bei einem Steuerberater geholt, weil die Abwicklung solcher Maßnahmen immer aufwendiger und unübersichtlicher wird.“
Nicole Krieg und ihr Vorstandsteam können derzeit 813 Mitglieder beim SV Neukirchen am Inn verzeichnen, davon sind weit mehr als die Hälfte auch aktiv tätig. „Mit über 200 jungen Mitgliedern sind wir besonders bei der Jugend gut aufgestellt – über alle Sparten, also sowohl im Fußball als auch beim Tanzen, Kinderturnen oder bei unserer Garde“, erklärt Jugendleiterin Julia Palluotto. „Ein wirklich großer Verein, so dass wir fast schon dranbauen müssen, was wir zuletzt bei der Jahreshauptversammlung deutlich gesehen haben. Über alle Sparten hinweg wird hier tolle Arbeit geleistet und deswegen schauen wir auch als Gemeinde immer, wo wir unterstützen können“, so Bürgermeister Wolfgang Lindmeier, der bei einem Rundgang über das Gelände auf das zuletzt gebaute Regenrückhaltebecken zur Bewässerung des Sportplatzes verweist.
Vom Verein selbst wurde weiter die Beleuchtung der Flutlichtanlage auf LED-Beleuchtung umgestellt – „Kostenpunkt: 26.000 Euro. Für ein paar Lampen. Das ist enorm“, so Nicole Krieg. Aktuell arbeitet die Vorstandschaft an dem Bau eines kleineren Platzes – „wir nutzen hier jeden Quadratmeter. Auch kleine Spielflächen sind für uns von großem Mehrwert“, erklärt Herren- und Jugendtrainer Christian Holzbauer. Die neuste Errungenschaft des Vereins dank eines Sponsors: Eine große Anzeigetafel am Spielfeldrand: „Seit die steht, haben wir noch nie verloren“, schmunzeln die Mitglieder auch ein bisschen stolz.
Foto (Stefanie Starke): (v. l.) Medienreferent Martin Gruber, 3. Vorstand Kai Kohlbauer, 2. Vorstand Dominik Lindinger, Ehrenvorstand Franz Hörner, MdL Stefan Meyer, langjähriges Vorstandsmitglied Reinhard Hettmann, 1. Vorsitzende Nicole Krieg, Herren- und Jugendtrainer Christian Holzbauer, angehender Bürgermeister Mike Voggenreiter, Kassier Thomas Rentsch, Bürgermeister Wolfgang Lindmeier und Jugendleiterin Julia Palluotto.
