Zum diesjährigen bundesweiten Tag der Organspende am 6. Juni appellieren die Landtagsabgeordneten Stefan Meyer und Josef Heisl dafür, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und eine persönliche Entscheidung zu treffen.
Trotz positiver Entwicklungen bleibt der Mangel an Spenderorganen eine traurige Realität. „Organtransplantationen ermöglichen schwerkranken Menschen oft ein Leben in weitgehender Normalität, doch der ‚Tod auf der Warteliste' ist weiterhin eine bittere Tatsache", erklärt MdL Stefan Meyer, der im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention auch Berichterstatter für das Thema Organspende ist. „In Bayern wurden zuletzt erfreuliche Fortschritte erzielt – dennoch warteten zum Jahreswechsel etwa 1.100 Menschen in Bayern auf ein lebenswichtiges Spenderorgan. Es ist auch eine Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass das Thema Organspende im Bewusstsein der Menschen verankert bleibt."
In den letzten Jahren wurde viel gegen den Organmangel unternommen: Die Einführung von Transplantationsbeauftragten, eine bessere Aufklärung durch Krankenkassen sowie die Gründung des „Bündnisses Organspende Bayern", dem inzwischen rund 60 Institutionen angehören, tragen laut den Abgeordneten Früchte. Noch nicht gelungen dagegen ist bislang leider die Einführung der Erweiterten Widerspruchslösung, für die sich beide Abgeordnete nach wie vor politisch positionieren. MdL Josef Heisl führt aus: „Die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung steht der Organ- und Gewebespende positiv gegenüber, aber weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland haben hingegen einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung. Wer zu Lebzeiten selbst entscheidet und für Klarheit sorgt, nimmt seinen Angehörigen die Last der Entscheidung und rettet mitunter Leben." Meyer ergänzt: „Unsere Bitte zum Tag der Organspende: Wägen Sie ab, treffen Sie eine Entscheidung, sprechen Sie mit Angehörigen und dokumentieren Sie Ihren Willen. Mit einem einfachen orangenen Kärtchen können wir heute Leben retten und Hoffnung schenken.“
